Kochmesser-Informationen
Anmerkungen zum Kauf von hochwertigen Messern bei kochmesser-dresden.
Nicht selten kommen Kunden in unser Geschäft in Dresden und fragen nach einem richtig gutem Küchenmesser! „Kein Problem, die habe ich in großer Auswahl!“ erwidere ich in der Regel. Die Kundenklagen sind oft sehr ähnlich: Sie würden sich schon ewig mit den alten Gurken rumärgern, das Schneiden von Zwiebeln wird zur tränenreichsten Veranstaltung seit Sir Elton Johns „candle in the wind“ auf Lady Di´s Trauerfeier. Tomaten und Paprika werden aus Angst vorm Schneiden schon prophylaktisch aus der Salatbeilage gestrichen. Fleisch und Fisch werden lieber fertig geschnitten, anstatt frisch und oft günstiger am Stück gekauft. Es wurden schon so viele Sachen ausprobiert, z.B. ein eigentlich nicht so billiges Messerset mit Block aus dem Möbelhaus.
Das neue Messer dürfe nun auch etwas mehr kosten - „klar: Qualität hat eben ihren Preis - keine Frage, das ist nun mal so“. Um hier aber eines vorweg zu nehmen, ein gutes Küchenmesser hat seinen Preis – es muss aber auch nicht Unsummen kosten.
Eine Reihe von durchaus berechtigten und wichtigen Fragen werden oft sofort nachgeschoben:
„Welches ist Ihr bestes Messer?“
„Sind die Porsche Messer wirklich so unglaublich gut wie viele sagen?“
„Sind japanische Messer besser als Messer aus deutscher Produktion?“
„Wo ist der Unterschied zwischen japanischen und europäischen Messern?“
„Ist es wahr, dass diese Damaszener Messer nie stumpf werden?“
„Wie schneide ich richtig?“
„Sie haben hier so viele Holzbretter – sind die nicht unhygienisch?“
„Wie viele/welches Messer brauch ich denn überhaupt?“
„Schleifen Sie auch Messer?“
„Was halten Sie von Keramikmessern?“
„In die Spülmaschine dürfen die Messer aber nicht – oder?“
„Ein gutes Messer muss aber schon was an Gewicht haben – oder?“
„Wie werden die Messer scharf gehalten?“
Viele absolut berechtigte Fragen stehen im Raum und wollen beantwortet werden. Im Folgenden möchten ich versuchen, Ihnen mit einigen Hinweisen die wichtigsten zu beantworten:
„Ist es wahr, dass diese Damaszener Messer nie stumpf werden?
Leider nicht. Jedes Messer verliert mit der Zeit an Schärfe. Es gibt inzwischen Klingen, oft mit speziellen Beschichtungen wie z.B. bei einigen Nesmuk Messern, die Ihre Schärfe extrem lange behalten können. Wie lange Ihr Messer die Schärfe hält, hängt natürlich auch maßgeblich von Ihnen ab: was schneiden Sie, welche Unterlage benutzen Sie und vor allem, mit wie viel Kraft schneiden Sie. Wenn Sie einen z.B. eine Knolle Sellerie auf einem Glasbrett zerlegen, werden Sie wohl auch die Schneide vom besten Messer der Welt sehr schnell ruinieren.
Grundsätzlich gilt immer: Ein gutes Küchenmesser sollte immer scharf sein. Schleifen Sie Ihr Messer nach, wenn es beginnt an Schärfe zu verlieren. Das merken Sie am Besten, wenn Sie z.B. keine Tomate mehr leicht schneiden können. Je schneller Sie nachschleifen, desto weniger Aufwand müssen Sie betreiben, um die Klinge wieder in ihren ursprüngliche Zustand zu versetzen. Erinnern Sie sich, Sie wollten ja keine stumpfes Messer mehr, halten Sie Ihr Messer also stets auf dem gewünschten Schärfegrad.
„Sie haben hier so viele Holzbretter – sind die nicht unhygienisch?“
In der Gastronomie sind Holzbretter leider nicht gestattet. Hier gelten andere Standards als in der Heimküche und das macht teilweise auch Sinn. Im normalen Hausgebrauch empfehle ich aber immer Schneidbretter aus Holz. Voraussetzungen sind natürlich die üblichen hygienischen Grundregeln. Ich gehe davon aus, dass Sie keine alten Fische oder Fleisch, das nicht wirklich frisch ist, auf dem Brett zerlegen.
Holzbretter sehen in der Regel besser aus, das wichtigste aber ist: Ein gutes Holzbrett ist etwas elastisch. Was eine Klinge stumpf macht, ist weniger die Tomate die Sie schneiden, vielmehr ist es die mechanische Belastung, der die Schneide auf dem Brett ausgesetzt ist. Die feine Schneide des Messers wird also durch das „Nachgeben“ der Holzbrett-Oberfläche geschont. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen: Versuchen Sie mit möglichst wenig Kraft zu schneiden! Ölen Sie Ihr Holzbrett regelmäßig mit neutralen Speiseöl ein, dann ist das Brett imprägniert und Keime können nicht ins Holz eindringen. Zudem hält das Öl das Brett elastisch.
Kunststoffbretter neigen zudem häufig zur Rillenbildung – die feinen Klingen können sich darin verhängen und werden so deutlich schneller stumpf. Abgesehen davon können sich in diesen tiefen Rillen Schmutzpartikel festsetzen. Keramik oder Glasbretter haben in meinen Augen in der Küche maximal eine optische Berechtigung; zum Schneiden mit hochwertigen Klingen sind Sie aus eben beschrieben Gründen gänzlich ungeeignet. Sollten Sie noch immer Bedenken gegen Holzbretter haben, versuchen Sie mal jemanden zu finden, der jemanden kennt, der wegen eines Holzbrettes in der Küche ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Ich kenne keinen!
„Schleifen Sie auch Messer?“
Ja, natürlich. kochmesser-dresden bietet einen qualifizierten Schleifservice. Europäische Messer werden von erfahrenen Messerschleifern in einer top ausgestatteten Werkstatt geschliffen. Hochwertige japanische Klingen werden von uns fachgerecht, in der Regel mit vier unterschiedlichen Keramik Schleifsteinen, von Hand geschliffen, die finale Schärfe wird mit einem Leder Streichriemen erreicht. Die genauen Preise und Bedingungen entnehmen Sie bitte der aktuellen Preisliste.
„Was halten Sie von Keramikmessern?“
Keramikmesser haben einen großen Vorteil – sie können einen gewissen Schärfegrad länger halten als durchschnittliche Stahlmesser. Aber auch Keramikmesser behalten Ihre Schärfe nicht ewig. Gute Keramikmesser können von einem guten Messerschleifer auch problemlos nachgeschliffen werden.
Ich empfehle Keramikmesser in der Regel als Ergänzung zu vorhandenen Messern. Besonders wenn im Haushalt viele nicht rostfreie Messer vorhanden sind, die bekanntlich auf säurehaltige Produkte reagieren. Dann machen Keramikmesser durchaus Sinn und Freude beim Schneiden. Bedenken Sie aber, dass die dünnen Klingen deutlich bruchempfindlicher sind als Klingen aus Stahl. Freunde von Keramik-Klingen sollten also sehr auf Ihre Messer aufpassen.
„In die Spülmaschine dürfen die Messer aber nicht – oder?“
Nein! Bitte geben Sie gute Küchenmesser nie in die Spülmaschine. Warum nicht? Hier gibt es viele Gründe, z.B. können Salze den Klingenstahl angreifen und sich dadurch Rost bilden, wird die Maschine nicht gleich eingeschaltet, können Reste vom Schneidgut „festbacken“ und fressen sich in die Klinge oder die feine, sensible Schneide schlägt mit anderen Sachen zusammen und wird beschädigt......., glauben Sie mir, Messer gehören einfach nicht in die Spülmaschine. Es ist ja letztlich auch kein Problem: Spülen Sie das Messer einfach nach dem Gebrauch kurz ab (wenn nötig, auch mit Spülmittel), abtrocknen und fertig.
„Ein gutes Messer muss aber schon was an Gewicht haben – oder?“
Nun, das ist Ansichtssache und eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich mag sehr leichte Messer lieber. Gerade wenn Sie etwas länger arbeiten, ist ein leichtes Arbeitsgerät eigentlich immer von Vorteil. Ein schweres Messer macht leichter „was es will“ und weniger das, was der Koch will – sprich: Ein leichtes Messer lässt sich einfacher und präziser führen – in meinen Augen eine Grundvoraussetzung für einen exakten, glatten Schnitt.
Liebe Frauen,
Ein kleiner Hinweis für diejenigen unter Ihnen, die Ihre Männer möglichst stressfrei von den Vorzügen der Küchenarbeit überzeugen möchten, bis heute aber leider gescheitert sind. Eventuell hatten Sie ja nur die falsche Strategie. Worauf stehen Männer? Es ist eigentlich ganz einfach: Schaffen Sie Anreize! Nein, keine Angst, nicht was Sie jetzt denken.
Männer stehen in der Regel unheimlich auf Profiwerkzeug!
Kaufen Sie Ihrem Liebsten doch z.B. das 24cm Kochmesser P01 von Chroma type301 Design by F.A. Porsche Ein klasse Ganzstahlmesser in einmalige Design für Profihände, Härtung auf etwa 59HRC – kurzum: Das Messer vieler Spitzenköche. Dazu noch einen Satz hochwertige Minosharp Keramik Schleifsteine mit den Körnungen 220, 1.000 und 6.000 – dann kann er es gleich rundum hegen und pflegen und vor allem schön scharf halten! Sollten Sie noch keinen Mann haben, kaufen Sie es trotzdem – bei der Ausstattung hat jeder Mann was zu gucken!
Natürlich muss es nicht alles auf einen Schlag sein, das Messer und der 1.000er Stein reichen fürs Erste auch. Den Rest dann zum Geburtstag, Weihnachten oder eben auch einfach mal so. Es geht natürlich auch ein etwas günstigeres Messer z.B der Testsieger von Stiftung Warentest, das Global G02! (Stiftung Warentest 1/2008, Note 1,8)
In dem meisten mir bekannten Fällen, sind Ihre Sorgen mit den stumpfen Messern in Ihrer Küche nun Geschichte. Sie werden staunen, wie oft Ihr Mann Ihnen demnächst beim Zwiebeln oder Tomaten Schneiden zur Hand gehen wird. Im günstigstem Fall übernimmt Er das Schneiden künftig ganz.
Nicht wenige, die bei mir einen Schleif- und Schneidkurs besucht haben, entdecken dabei ein neues Hobby – in jedem Fall können Sie danach aber, mit etwas Übung, ohne Tränen Zwiebeln schneiden.
Vielen Dank fürs geduldige Lesen meiner kleinen Anleitung, nun viel Spaß beim Einkauf und stöbern auf meinen Seiten.
Planen Sie doch bei Ihrem nächsten Besuch in Dresden neben der Frauenkirche, dem Stadtschloss, den Kunstsammlungen, der Semperoper (das ist das Haus, welches aussieht wie die Brauerei aus der Radeberger Werbung) und den sonstigen, obligatorischen Sehenswürdigkeiten auch unbedingt einen Besuch bei „kochmesser-dresden“ ein. Die drei Elbschlösser und der weiße Hirsch stehen sicherlich ohnehin auf Ihrem Programm und von dort sind Sie dann schon fast hier: Straßenbahnlinie 11, Haltestelle Neubühlauer Straße, dann etwa 100m stadtauswärts auf der rechten Seite. Parkplätze finden Sie vorm Haus (Bautzner Landstr. 98) oder in der Straße gegenüber.
Einen Kaffee gibt’s auch - wenn die italienische Diva (Kaffeemaschine) mal gerade nicht rumzickt. Zum Dank sage ich Ihnen dann, wo Sie in Dresden gut essen gehen können und natürlich auch, wo Sie es besser lassen sollten ;-) !

